Staub auf den Blättern von Zimmerpflanzen sieht nicht nur unschön aus, er blockiert das Licht, das die Pflanzen für die Photosynthese brauchen – und kann ihr Wachstum beeinträchtigen. Wer einmal im Monat kurz aktiv wird, beugt dem vor.
Warum Staub auf Blättern ein echtes Problem ist
Auf Bücherregalen und Kommoden wischt man Staub meist routinemäßig weg. Zimmerpflanzen geraten dabei leicht in Vergessenheit – dabei lagert sich auch auf Blättern mit der Zeit eine Staubschicht ab. Diese Ablagerungen verringern die Lichtmenge, die die Pflanze aufnehmen kann, was besonders in der lichtarmen Herbst- und Winterzeit spürbare Folgen haben kann.
Großblättrige Pflanzen mit einem feuchten Tuch abwischen
Die Plants & Flowers Foundation Holland empfiehlt, Zimmerpflanzen etwa einmal im Monat abzustauben. Bei großblättrigen Pflanzen genügt dafür ein weiches, feuchtes Tuch. Das jeweilige Blatt beim Wischen mit der freien Hand abstützen, um es nicht zu beschädigen.
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Nutze die monatliche Reinigung auch für einen kurzen Schädlingscheck: Blattunterseiten und die Übergänge zu den Stängeln sind besonders anfällig. Gespinste, kleine Fliegen, klebrige Stellen oder Verfärbungen können auf einen Befall hinweisen.
Pflanzen abduschen – aber nicht jede verträgt das
Der Industrieverband Agrar (IVA) empfiehlt als Alternative, Zimmerpflanzen in die Dusche oder Badewanne zu stellen und vorsichtig mit lauwarmem Wasser abzuspülen. Dabei gibt es jedoch wichtige Ausnahmen:
- Glatte, robuste Blätter lassen sich mit einem sanften, lauwarmen Wasserstrahl problemlos reinigen.
- Samtige oder behaarte Blätter – etwa bei Usambaraveilchen oder Alpenveilchen – sollten nicht nass werden. Feuchtigkeit trocknet dort nur langsam und kann Fäulnis oder Pilzbefall begünstigen.
- Blüten möglichst nicht direkt befeuchten.
Den Wurzelballen beim Abduschen schützen, überschüssiges Wasser gut ablaufen lassen und die Pflanze erst wieder an ihren Platz stellen, wenn die Blätter abgetrocknet sind.
Licht im Winter: Fensterplatz und LED-Zusatzbeleuchtung
Gerade in der dunklen Jahreszeit hilft es, Topfpflanzen so nah wie möglich ans Fenster zu rücken. Wer Blattverlust durch Lichtmangel vorbeugen möchte, kann laut IVA auch mit LED-Zusatzlicht nachhelfen.
Einige Pflanzen kommen mit wenig Licht gut zurecht und fühlen sich auch im Winter weiter vom Fenster entfernt noch wohl: darunter die Schusterpalme (Aspidistra elatior), die Grünlilie (Chlorophytum comosum) und die Efeutute (Epipremnum pinnatum).
Neue Pflanzen nachhaltig beschaffen
Wer seinen Bestand erweitern möchte, sollte wissen: Viele Zimmerpflanzen werden aus weit entfernten Ländern importiert und teils mit bedenklichen Pestiziden behandelt. Eine nachhaltigere Alternative ist das Tauschen von Stecklingen und Pflanzenablegern mit Nachbarinnen, Nachbarn und Freunden. Lokale Pflanzentauschbörsen bieten ebenfalls die Möglichkeit, ohne Neukauf an neue Pflanzen zu kommen.
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