Die Funkie (Hosta), auch Herzlilie oder Herzblattlilie genannt, ist eine robuste, langlebige Staude mit auffällig gemusterten Blättern in verschiedenen Grün- und Gelbtönen. Sie gehört zur Familie der Asparagaceae – der gleichen Familie wie Spargel – und wurde 2009 vom Bund deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres gewählt. Die Pflanze ist nicht giftig.
„Sie ist eine der wertvollsten Blattpflanzen und besonders robust und langlebig“, sagt Andre Stade vom Bund deutscher Staudengärtner.
Was spricht für die Funkie im Garten?
- Sie kommt gut mit schattigen Plätzen zurecht, an denen viele andere Blühpflanzen scheitern.
- Sie verträgt Trockenheit – bei Wassermangel werden die Blätter zwar schlaff, erholen sich aber mit dem nächsten Regen.
- Sie braucht kaum Pflege und kann längere Zeit sich selbst überlassen werden.
- Als frostverträgliche winterharte Staude treibt sie Jahr für Jahr neu aus.
- Die Blüten erscheinen im Juli und August und versorgen dann Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen mit Nahrung – zu einem Zeitpunkt, an dem wenig anderes blüht.
- Durch ihre dichten Blätter in verschiedenen Formen und Farben ist sie ein dekorativer Bodendecker, der Unkraut fernhält.
Tipp: „Funkien, besonders kleinere Exemplare, sollten möglichst in Gruppen gepflanzt werden – dann kommen sie besonders gut zur Geltung“, sagt Martin Breidbach, Gartenberater beim Verband Wohneigentum. Andre Stade ergänzt: „Besonders reizvoll ist der Kontrast, wenn filigrane Farne und Gräser dazu gepflanzt werden.“

Wann und wie pflanzt man Funkien?
Funkien werden in der Regel als Jungpflanzen gekauft, nicht ausgesät. Die optimale Pflanzzeit liegt von März bis Mai oder im frühen Herbst. Containerpflanzen können grundsätzlich den gesamten Sommer bis in den Oktober hinein gesetzt werden, solange der Boden frostfrei ist.
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Nach dem Einpflanzen die Funkie gut angießen und in den ersten Wochen regelmäßig wässern, vor allem bei warmem und trockenem Wetter. Die heißesten und trockensten Tage sollte man für die Pflanzung möglichst meiden.
Welcher Standort und Boden ist geeignet?
„Funkien gehören zu den Schattengewächsen, können aber aufgrund der unterschiedlichen Arten und Sorten verschiedene Ansprüche an ihren Standort und die Lichtverhältnisse haben“, erklärt Monique Kemperman vom Blumenbüro. Die meisten Sorten fühlen sich im Halbschatten oder Schatten wohler als im direkten Sonnenlicht, einige vertragen aber auch Sonne.
„Prinzipiell kann man sagen: Je dunkler und zarter die Blätter, desto schattiger der Standort“, rät Kemperman. Sorten mit dicken, hellgrünen oder gelblichen Blättern verarbeiten direkte Sonneneinstrahlung besser.
Ideal ist laut Gartenberater Martin Breidbach ein humoser, lockerer, durchlässiger Boden, der relativ feucht ist. Nur bei extremer Trockenheit benötigen im Beet wachsende Pflanzen zusätzliches Wasser.
Wie pflegt man Funkien – im Beet und im Topf?
Im Topf mag die Funkie es ausreichend feucht: Lange Trockenzeiten ebenso vermeiden wie Staunässe. Im Boden benötigt die Jungpflanze anfangs etwas mehr Wasser. „Das ändert sich jedoch mit dem Alter, weil die Wurzeln dann in die tieferen Bodenschichten reichen“, erklärt Kemperman.
Es reicht, die Funkie einmal im Jahr zu düngen. Im ersten Jahr genügt eine Grunddüngung beim Einpflanzen. In den Folgejahren empfiehlt sich ein vorwiegend organischer Dünger oder eine Portion Kompost. Funkien wachsen je nach Sorte auf rund 20 Zentimeter bis zu 1,50 Meter Höhe und werden in der Regel etwas breiter als hoch. „Sie werden von Jahr zu Jahr schöner“, sagt Andre Stade.
Winterschutz und Schneckengefahr
Die Funkie ist winterhart: Der Wurzelstock bleibt im Boden, die oberirdischen Teile sterben ab. „Das alte Laub sollte den Winter über liegengelassen werden, um die Wurzel zu schützen. Dann sind Frostgrade kein Problem“, so Stade. Treibt die Staude im Frühjahr aus und folgen danach nochmals Minusgrade, reicht etwas Tannengrün als vorübergehender Schutz.
Ein Nachteil einiger Sorten: Sie zählen zu den Lieblingsspeisen von Nacktschnecken. Sorten wie ‚Devon Green‘, ‚Big Daddy‘ und ‚Blue Angel‘ werden von Schnecken meist verschmäht. Die Funkie ist ursprünglich im Nordosten Chinas und in Japan heimisch und wurde später in Europa und Amerika kultiviert – im Garten ist sie problemlos zu halten, solange man darauf achtet, ob sie für Insekten einen Mehrwert bietet.
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