Wer auf kleinem Raum wohnt, kommt mit hängenden und rankenden Pflanzen weiter als mit einer ausladenden Monstera. Die Plants & Flowers Foundation Holland empfiehlt für enge Räume unter anderem die Erbsenpflanze, die Leuchterblume und die Efeutute – Arten, die nach oben oder nach unten wachsen, statt Stellfläche zu beanspruchen.
Warum die Erbsenpflanze gut in kleine Wohnungen passt
Die Erbsenpflanze (Curio rowleyanus) gehört zu den Sukkulenten und bildet lange, herabhängende Triebe mit kleinen, kugeligen Blättern – optisch tatsächlich einer Perlenkette aus grünen Erbsen ähnlich. Laut dem Magazin Mein schöner Garten mag sie nährstoffarme, gut drainierte Kakteen- oder Kräutererde, wenig Wasser, Wärme und einen hellen bis halbschattigen Standort.
Drei Eigenschaften machen sie zur praktischen Mitbewohnerin:
- Wenig Platzbedarf: Die Pflanze wächst nicht in die Breite. Ihre Triebe hängen nach unten und passen damit auf schmale Regale, Wandboards oder in eine Blumenampel – auch ein kleiner Beistelltisch reicht, solange die Triebe über die Kante wachsen dürfen.
- Genügsamkeit: Als Sukkulente speichert sie Wasser in den kugeligen Blättern und muss nicht häufig gegossen werden. Staunässe verträgt sie schlecht, deshalb ist ein Topf mit Abflussloch wichtig.
- Ungewöhnliche Optik: Die runden Blätter unterscheiden sie deutlich von anderen Zimmerpflanzen. In einer Blumenampel kommen die langen Triebe besonders gut zur Geltung.
Erbsenpflanze richtig pflegen
Ein heller, warmer Platz in Fensternähe ist ideal. An direkte Sonne sollte die Pflanze langsam gewöhnt werden. Steht sie zu dunkel, werden die Abstände zwischen den kugeligen Blättern größer und die Triebe wachsen weniger kompakt.
Mehr zum Lesen
Beim Gießen gilt: lieber selten und gründlich als ständig ein bisschen. Erst wenn die Erde weitgehend trocken ist, wird wieder gewässert; überschüssiges Wasser muss anschließend ablaufen können. Ein durchlässiges Substrat für Kakteen oder Sukkulenten unterstützt das.
Im Winter braucht die Erbsenpflanze noch weniger Wasser. Ein etwas kühlerer Standort ist dann möglich, solange die Pflanze vor Zugluft und einer kalten, nassen Fensterbank geschützt bleibt. Neue Pflanzen lassen sich aus gesunden Triebabschnitten ziehen: Die Stücke einfach auf feuchte Sukkulentenerde legen oder vorsichtig hineinstecken.
Leuchterblume und Efeutute als Alternativen
Die Leuchterblume (Ceropegia woodii) passt ebenfalls gut in kleine Wohnungen. Ihre dünnen Triebe hängen über Topfränder und können mehrere Meter lang werden, ohne viel Stellfläche zu beanspruchen. Die herzförmigen, oft silbrig gemusterten Blätter wirken leicht und filigran. Geeignet ist ein heller Platz ohne starke Mittagssonne; zwischen den Wassergaben sollte die Erde gut antrocknen.
Die Efeutute (Epipremnum aureum) wächst hängend oder rankend. Ihre Triebe können über ein Regal wachsen oder an einer Rankhilfe nach oben geleitet werden. Je nach Sorte sind die Blätter grün, gelb oder cremefarben gemustert – an einem hellen Standort bleibt diese Zeichnung meist besser erhalten. Gegossen wird, sobald die obere Erdschicht trocken ist.
Sägeblattkaktus: auffällige Triebe für Ampel oder Regal
Der Sägeblattkaktus (Disocactus anguliger) bietet eine markantere Option. Seine flachen, gezackten Triebe wachsen überhängend und machen sich gut in einer Blumenampel oder auf einem hohen Regal. Er steht am liebsten hell bis halbschattig, verträgt aber keine pralle Mittagssonne. Gegossen wird, wenn die obere Erdschicht angetrocknet ist. Mit etwas Glück zeigt er im Herbst große, duftende Blüten.

Wichtig in Haushalten mit Haustieren: Erbsenpflanze und Efeutute sind für Katzen und Hunde giftig. Mögliche Folgen nach dem Fressen sind unter anderem Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Reizungen im Maul oder Schluckbeschwerden. Leuchterblume und Sägeblattkaktus gelten als ungiftig, sollten aber ebenfalls nicht in größeren Mengen gefressen werden. Bei Verdacht auf Vergiftung oder bei Beschwerden sollte eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.
Hängende Pflanzen als Raumdekoration einsetzen
Hohe Regalböden und schmale Wandboards eignen sich gut als Standort, weil die Triebe dort frei über die Kanten wachsen oder sich an der Wand entlangziehen können. Die Foundation empfiehlt außerdem, die Erbsenpflanze in einem Glasgefäß aufzustellen oder Pflanzen auf Bücherstapeln zu platzieren, um gezielt Akzente zu setzen.

Optisch wirkungsvoll ist es auch, Zimmerpflanzen auf verschiedenen Ebenen anzuordnen – etwa mit kleinen Podesten oder unterschiedlich hohen Töpfen. Wer Arten kombiniert, greift laut Foundation am besten zu Exemplaren mit unterschiedlicher Optik: Blüten, krause Blätter und auffällig gemusterte Arten zusammen, mit einer Pflanze mit langen, frei hängenden Trieben als Blickpunkt.
Ihre Meinung hilft uns










Das Gespräch geht weiter
Kommentare