Wachstücher lassen sich mit wenigen natürlichen Materialien zu Hause herstellen und ersetzen Frischhalte- sowie Alufolie auf wiederverwendbare Weise. Als Wachsquelle eignen sich zum Beispiel Stummel alter Bienenwachskerzen.

Warum selbst gemachte Wachstücher besser abschneiden als gekaufte
Wachstücher sind langlebig, abwaschbar und damit mehrfach verwendbar. Im Handel erhältliche Meterware besteht allerdings häufig aus PVC-beschichtetem Gewebe, das schädliche Weichmacher enthalten kann. Wer Wachstücher selbst macht, umgeht dieses Problem und verwendet ausschließlich natürliche Materialien.
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Diese Materialien werden benötigt
- Ein Stoffstück aus Bio-Baumwolle in der gewünschten Größe
- Bienenwachs: Stummel alter Bienenwachskerzen (z. B. vom Christbaum) oder Bienenwachsgranulat aus Honig- oder Reformgeschäften; alternativ direkt bei Imkerinnen und Imkern in der Region nachfragen
- Carnaubawachs als vegane Alternative: Das Wachs der Carnaubapalme eignet sich ebenfalls zur Herstellung
- Zwei Bögen Backpapier
- Käsereibe
- Schere
- Bügeleisen

Schritt für Schritt: So entsteht das Wachstuch
- Den Baumwollstoff auf die gewünschte Größe zuschneiden.
- Den Stoff auf den ersten Bogen Backpapier legen – das verhindert, dass überschüssiges Wachs auf den Tisch tropft.
- Größere Kerzenstummel mit der Käsereibe raspeln, ähnlich wie ein Stück Parmesan. Wer Granulat verwendet, kann diesen Schritt überspringen.
- Das geriebene oder granulatförmige Wachs gleichmäßig auf dem Stoff verteilen.
- Den zweiten Bogen Backpapier darauflegen.
- Mit dem heißen Bügeleisen vorsichtig darüberfahren, bis das Wachs vollständig geschmolzen und gleichmäßig in den Stoff eingesickert ist.
- Das Wachs vollständig abkühlen lassen.
- Das Backpapier abziehen.
Das fertige Tuch lässt sich nun zum plastikfreien Verpacken von Lebensmitteln verwenden – ohne gesundheitsschädliche Weichmacher.
Wichtiger Hinweis zu Bienenwachs und fetthaltigen Lebensmitteln
Bienenwachs kann Rückstände von Pestiziden, Insektiziden oder Medikamenten enthalten, die zur Behandlung von Bienenvölkern eingesetzt werden. Diese Stoffe können beim Kontakt in Lebensmittel übergehen, insbesondere in fetthaltige. Es empfiehlt sich daher, besonders fetthaltige Lebensmittel nicht einzuwickeln, wenn die Unbedenklichkeit des Wachses nicht sicher ist. Im Zweifel direkt beim Hersteller nachfragen.
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