Die Felsenbirne ist ein robustes Ziergehölz aus der Familie der Rosengewächse, dessen dunkelrote bis lila-blaue Früchte essbar sind und sich in der Küche vielseitig verwenden lassen. Trotzdem ist der Strauch bei Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten.
Mit weißen Blüten im Frühjahr, leuchtend rotem Herbstlaub und Früchten, die Insekten, Vögeln und kleinen Säugetieren Nahrung bieten, eignet sich die Felsenbirne gut für einen naturnahen Garten. Wer die Früchte nicht den Tieren überlässt, kann sie von Juni bis September ernten und zu Marmelade, Saft oder Likör verarbeiten.

Felsenbirne pflanzen: Standort, Boden und Vorgehensweise
Die Felsenbirne stellt keine hohen Ansprüche an ihren Standort. Ein sonniger bis halbschattiger Platz mit gut durchlässigem, sandigem und schwach saurem Boden, der humus- und nährstoffreich ist, reicht aus. Weil die meisten Sorten nicht sehr groß werden, lässt sich die Felsenbirne auch im Steingarten anbauen. Besonders beliebt ist die Kupfer-Felsenbirne wegen ihrer bunten Herbstfärbung.
Am besten setzt du die Felsenbirne im Frühjahr oder Herbst in die Erde. So gehst du vor:
Mehr zum Lesen
- Bei sehr nährstoffarmem Boden zunächst etwas Kompost unterheben.
- Den Wurzelballen in einem Topf mit Wasser vollständig aufsaugen lassen.
- Das Pflanzloch ausheben – der Durchmesser sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen.
- Die Felsenbirne mittig einsetzen und mit Erde bedecken.
- Die Jungpflanze zum Abschluss großzügig angießen, idealerweise mit Regenwasser.

Pflege: Gießen, Düngen, Schneiden und Winterschutz
Die Felsenbirne ist pflegeleicht und kommt mit den meisten Bedingungen gut zurecht. Folgende Punkte solltest du beachten:
- Gießen: Hitzewellen und Starkregen machen dem Strauch in der Regel nichts aus. Zusätzliches Gießen ist meist nicht nötig. Bei jungen Pflanzen kann eine Schicht Rindenmulch verhindern, dass der Boden zu schnell austrocknet.
- Düngen: Nach dem Einpflanzen etwas Hornspäne auf der Erde verteilen. Einmal jährlich bei Bedarf mit Kompost düngen.
- Überwintern: Die Felsenbirne ist winterhart und braucht keinen besonderen Schutz. In den kalten Monaten genügt es, etwas Herbstlaub um den Strauch zu verteilen.
- Schneiden: Da die Pflanze häufig von selbst eine runde Krone bildet, ist selten Schnitt nötig. Abgestorbene und zu dicht stehende Triebe entfernst du am besten im Spätwinter mit einer Astschere, immer nah am Boden.
- Krankheiten und Schädlinge: Das Gewächs ist gegen die meisten Schädlinge sehr robust. Gelegentlich tritt Mehltaubefall an den Blättern auf, der das Wachstum jedoch kaum beeinträchtigt. Befallene Blätter frühzeitig absammeln.

Was du aus Felsenbirnen machen kannst
Die Beeren schmecken angenehm süß mit einer leichten Marzipannote. Sie enthalten Pektin, Gerbstoffe, Vitamin C, Magnesium und Calcium. Der hohe Pektingehalt macht die Früchte besonders gut geeignet für Marmeladen und Gelees, da Pektin als natürliches Geliermittel wirkt und gleichzeitig als sättigender Ballaststoff gilt.
Reife Felsenbirnen lassen sich im Dörrautomaten trocknen und dann wie Rosinen verwenden. Außerdem kannst du sie zu Saft oder Likör verarbeiten. Am besten schmecken sie in Kombination mit anderen Beeren, etwa Johannisbeeren.
Rezept: Felsenbirnen-Marmelade mit Johannisbeeren
Für ein einfaches Marmeladen-Rezept brauchst du:
- 600 g Felsenbirnen
- 400 g Johannisbeeren
- 500 g Gelierzucker
So bereitest du die Marmelade zu:
- Felsenbirnen und Johannisbeeren gründlich waschen und abtrocknen.
- Die Früchte im Mixer pürieren und durch ein Sieb streichen.
- Die Masse mit dem Gelierzucker vermischen und in einen Topf geben.
- Unter ständigem Rühren aufkochen und mindestens drei Minuten weiterköcheln lassen.
- Die fertige Marmelade in sterilisierte Schraubgläser füllen.
Die Gläser müssen vor dem Befüllen sterilisiert werden, damit die Marmelade haltbar bleibt.
Ihre Meinung hilft uns










Das Gespräch geht weiter
Kommentare