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Heizkosten senken mit 8 Gadgets – was wirklich hilft und was es kostet

Heizkosten senken mit 8 Gadgets – was wirklich hilft und was es kostet

Wer weniger für Heizung ausgeben möchte, muss nicht gleich Fenster austauschen oder eine neue Anlage kaufen. Acht Produkte, die sich alle selbst einbauen lassen, können laut Herstellerangaben bis zu 20 Prozent der Heizkosten einsparen – bei Anschaffungskosten, die oft im einstelligen Eurobereich liegen.

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Fenster-Isolierfolie: Luftpolster gegen Wärmeverlust

Einfach verglaste Fenster verlieren viel Wärme. Die Thermo Cover Isolierfolie von Tesa erzeugt ein wärmedämmendes Luftpolster zwischen Scheibe und Folie. Laut Hersteller lassen sich damit 6 bis 8 Prozent Energiekosten einsparen.

Die Montage läuft in drei Schritten: Folie auf Maß zuschneiden, mit doppelseitigem Klebeband am Fensterrahmen befestigen, Falten mit einem Föhn glätten. Erhältlich ab ca. 7 Euro.

  • Vorteil: Weniger Wärmeverlust und weniger Kondenswasser an schlecht dämmenden Scheiben.
  • Nachteil: Die Folie ersetzt keine Doppelverglasung – bei alten Fenstern lohnt ein Gespräch mit der Vermieterseite.

Heizkörperventilatoren: Wärme gezielt in den Raum leiten

Das niederländische Unternehmen Speedcomfort hat Gebläse entwickelt, die per Magnet an der Unterseite des Heizkörpers befestigt werden. Sie verteilen die Heizluft besser im Raum, schalten sich automatisch ein und aus und arbeiten geräuscharm. Laut Hersteller sind damit bis zu 22 Prozent Heizkostenersparnis möglich.

Besonders nützlich sind die Ventilatoren, wenn Heizkörper durch breite Fensterbänke oder Möbel abgedeckt sind. Preis: ab ca. 50 Euro pro Stück. Wer mehrere Heizkörper nachrüsten will, sollte mit dem Wohnzimmer beginnen, da die Kosten sonst schnell steigen. Die Geräte benötigen einen Stromanschluss in Heizkörpernähe.

Dichtungsband: der günstigste Klassiker

Ein einfacher Test zeigt, ob Fenster oder Türen undicht sind: Einen Papierstreifen einzuklemmen – lässt er sich bei geschlossenem Fenster herausziehen, ist die Dichtung fällig. Laut Tesa kann ein Dichtungsband bis zu 20 Prozent der Heizkosten einsparen.

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Günstige Schaumstoffbänder halten laut energie-experten.org erfahrungsgemäß nicht lange. Besser geeignet sind Bänder mit E-Profil, die Spalten zwischen 1 und 3,5 mm schließen können. Tesa E-Profil-Bänder gibt es ab ca. 8 Euro.

  • Vorteil: Einfach anzubringen, wirkt direkt gegen Zugluft und Wärmeverlust.
  • Nachteil: E-Profil-Bänder sind etwas teurer als Schaumstoffvarianten, dichten aber besser ab und halten länger.

Automatische Heizkörperentlüfter: einmal einbauen, dauerhaft profitieren

Lufteinschlüsse im Heizkörper kosten Effizienz – erkennbar oft an Klopf- oder Gluckgeräuschen. Wer entlüften möchte, braucht dafür nur einen Entlüftungsschlüssel, der ab ca. 1 Euro im Baumarkt erhältlich ist.

Komfortabler sind automatische Entlüfter, etwa von Durovent für rund 5 bis 7 Euro pro Stück. Sobald die Quellscheibe im Gerät mit Wasser in Berührung kommt, schließt sich das Ventil automatisch. Eine dauerhaft entlüftete Heizung kann laut Herstellerangaben bis zu 20 Prozent Heizkosten einsparen. Für den Einbau müssen Zu- und Abfluss der Heizung kurz abgedreht werden; eine Anleitung liegt bei.

  • Vorteil: Kein manuelles Entlüften mehr, keine Lappen und Auffangbehälter nötig.
  • Nachteil: Erfordert etwas handwerkliches Geschick.

Zugluftstopper mit Doppeldichtung: die bessere Türrolle

Einzelne Türrollen, die man vor die Tür legt, verrutschen, sobald die Tür geöffnet wird. Zugluftstopper mit zwei Rollen lösen das Problem: Der Stopper wird unter die Tür geschoben, sodass beide Seiten sich gemeinsam bewegen. Modelle aus Baumwolle oder Kunststoff gibt es ab etwa 9 Euro.

  • Vorteil: Verhindert, dass Heizluft entweicht oder Kaltluft eindringt.
  • Nachteil: Weniger dekorativ als die bekannte Dackel-Variante.

Heizkörper-Reflektorfolie: Wärme nicht in die Wand heizen

Steht ein Heizkörper vor einer schlecht gedämmten Außenwand, geht ein Teil der Wärme ungenutzt durch die Wand verloren. Eine selbstklebende Reflektorfolie – etwa die Tesa Moll Heat Reflector-Folie – wird hinter dem Heizkörper angebracht und strahlt die Wärme zurück in den Raum. Preis: ab ca. 15 Euro.

Die Folie lässt sich zuschneiden. Die Montage gelingt auch ohne Demontage des Heizkörpers, erfordert aber etwas Fingerspitzengefühl. Das beste Ergebnis erzielt man, wenn der Heizkörper vollständig abgenommen wird.

  • Vorteil: Unauffällig und nach der Installation wartungsfrei.
  • Nachteil: Montage kann je nach Heizkörpertyp umständlich sein.

Smartes Thermostat: präzise Steuerung, aber mit Kosten

Ein smartes Thermostat ersetzt den herkömmlichen Drehregler und bietet mehrere Einsparmöglichkeiten:

  • Minuten- und gradgenaue Programmierung der Heizzeiten
  • Steuerung per App, auch aus der Ferne
  • Automatische Temperaturabsenkung bei geöffnetem Fenster, teils ohne separaten Sensor
  • Vernetzung aller Heizkörper über ein Smarthome-System

Durch intelligentes Drosseln lassen sich laut Herstellerangaben bis zu 6 Prozent Energiekosten einsparen. Wer mehrere Räume umrüsten und eine Smarthome-Zentrale anschaffen möchte, muss allerdings schnell mehr als 100 Euro einplanen.

Thermovorhänge: schwere Stoffe halten Wärme im Raum

Schwere, doppellagige Thermovorhänge verringern den Wärmeverlust über die Fensterscheiben und funktionieren laut Beschreibung sowohl im Winter als auch im Sommer. Sie sind eine der wenigen Maßnahmen, die sich ohne Werkzeug und ohne Eingriff in die Heizung umsetzen lassen.

Alle genannten Produkte entfalten ihre Wirkung am besten in Kombination mit einem bewussten Heiz- und Lüftverhalten – das kostet nichts und lässt sich sofort umsetzen.

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