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Spinat aufwärmen ist erlaubt – wenn du diese drei Schritte beachtest

Spinat aufwärmen ist erlaubt – wenn du diese drei Schritte beachtest

Gekochten Spinat darf man durchaus aufwärmen – die alte Küchenregel, die das verbietet, stammt aus einer Zeit ohne Kühlschränke und gilt heute nur noch unter bestimmten Bedingungen. Wer die richtigen Schritte befolgt, kann Spinatreste bedenkenlos am nächsten Tag genießen.

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Woher die Warnung stammt und was wirklich dahintersteckt

Der Ursprung der Regel liegt in der Vorkühlschrankzeit: Bei Zimmertemperatur wandeln Bakterien das im Spinat enthaltene Nitrat in Nitrit um. Nitrit kann zusammen mit bestimmten Eiweißabbauprodukten krebserregende Nitrosamine bilden. Ein hoher Nitritgehalt kann außerdem Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auslösen. Je länger der Spinat ungekühlt steht, desto mehr Nitrit bildet sich.

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Babys sind besonders empfindlich und sollten keinen länger gelagerten oder nicht ausreichend gekühlten Spinat essen. Dieselbe Vorsicht gilt für andere nitratreiche Lebensmittel wie Rucola, Grünkohl, Rote Bete, Mangold, Pilze und Fisch.

So wärmst du Spinat sicher auf

Die Nitritbildung lässt sich durch schnelles Kühlen und kurze Lagerzeit wirksam eindämmen. Halte dich dabei an diese drei Schritte:

  1. Lass den Spinat nach dem Kochen zügig abkühlen und stelle ihn abgedeckt oder in einer geschlossenen Box in den Kühlschrank. Niedrige Temperaturen verlangsamen die Nitritbildung erheblich.
  2. Wärme den Spinat spätestens nach ein bis zwei Tagen auf – auch im Kühlschrank entsteht Nitrit, wenn auch deutlich langsamer als bei Zimmertemperatur.
  3. Erhitze den Spinat beim Aufwärmen mindestens zwei Minuten lang auf über 70 Grad Celsius.

Was Spinat sonst noch auszeichnet

Spinat liefert Eisen, Magnesium, Zink, Folsäure sowie die Vitamine A, C und K. Wer auf kurze Transportwege achten möchte, kauft ihn saisonal: In Deutschland ist Spinat von März bis Mai und erneut von September bis Oktober regional erhältlich. Alternativ lässt er sich auch selbst anbauen.

Wer die drei Schritte – schnelles Kühlen, Lagerzeit von maximal zwei Tagen, ausreichendes Erhitzen – einhält, muss Spinatreste künftig nicht mehr wegwerfen.

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