Die meisten Quitten schmecken roh bitter und hart, weshalb sie üblicherweise gekocht werden. Unter den weltweit mehr als 200 Quittensorten gibt es jedoch einige, die man roh verzehren kann – wenn man die Kerne konsequent entfernt.
Warum die Kerne der Quitte gefährlich sind

Das Fruchtfleisch der Quitte ist weder roh noch gekocht giftig. Anders verhält es sich mit den Kernen: Werden sie beschädigt oder zerkaut, setzen sie Blausäure frei. Bereits ein bis zwei Milligramm Blausäure pro Kilogramm Körpergewicht können tödlich wirken.
Mehr zum Lesen
In der Praxis ist es kaum möglich, durch rohe Quitten eine so hohe Dosis aufzunehmen – zumal man die Kerne dafür aktiv zerkauen müsste. Dennoch gilt: immer großzügig um das Kerngehäuse herumschneiden, die Kerne nicht zerteilen und sie beim Kochen nicht zerkleinern. Werden die Kerne mitgekocht, sollten sie anschließend herausgesiebt werden.
Heimische Sorten: Roh kaum zu genießen

Inländische Quittensorten enthalten viele Gerbstoffe. Diese sorgen nicht nur für einen bitteren Geschmack, sondern auch für ein pelziges Mundgefühl, das man etwa von Grüntee oder Spinat kennt. Roh gegessen sind heimische Quitten deshalb kaum genießbar.
Wer Quitten roh probieren möchte, sollte auf Sorten aus der Türkei oder Mittelasien zurückgreifen. Diese haben einen leichten Apfelgeschmack und eine mehlige Konsistenz. Schale und Flaum sollten dabei immer großzügig entfernt werden, da sie ungenießbar sind.
Diese Sorten lassen sich roh essen
Zu den Quittensorten, die roh verzehrt werden können, zählen unter anderem:
- Rohköstler
- Honigquitte
- Shirin
- Orange
- Aromatnaya
- Karp’s Sweet
- Crimea
- Kuganskaya
- Miagkoplodnaja Wolgogradskaja
Quitten haben in Deutschland von Oktober bis November Saison. Wer aus ökologischen Gründen heimische Sorten bevorzugt, kann diese einkochen und so auch nach der Saison haltbar machen.
Ihre Meinung hilft uns










Das Gespräch geht weiter
Kommentare