Den Stecker zu ziehen, wenn du das Haus verlässt, lohnt sich bei bestimmten Geräten gleich doppelt: Es spart Strom und senkt das Brandrisiko. Bei fünf Haushaltsgeräten ist die Gewohnheit besonders sinnvoll.
1. Kaffeemaschine: Restwärme und Standby-Kosten

Die Heizelemente einer Kaffeemaschine kühlen nach dem Ausschalten nur langsam ab, solange das Gerät am Netz bleibt. Alte Kabel oder Feuchtigkeit können in Kombination mit der gespeicherten Restwärme einen Kurzschluss verursachen – im schlimmsten Fall einen Brand.
Hinzu kommen unnötige Stromkosten: Geräte im Standby-Modus verursachen laut Berliner Morgenpost jährlich zusammen 253,57 Euro an überflüssigem Stromverbrauch. Allein auf Kaffeemaschinen mit Uhr entfallen davon 7,76 Euro pro Jahr.
Dasselbe gilt für andere kleine Küchengeräte wie Wasserkocher oder Toaster. Diese führen im Standby weder Updates noch Wartungsarbeiten durch und können daher problemlos vom Netz genommen werden. Eine Mehrfachsteckdose mit Schalter erleichtert das: Damit lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig trennen, sobald du die Wohnung verlässt.
2. Föhn: Brandgefahr durch Luftfeuchtigkeit im Bad

Im Bad herrscht dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit. Ein ausgeschalteter Föhn, der noch heiß ist und in dieser Umgebung am Strom bleibt, kann durch die Kombination aus Restwärme und Feuchtigkeit einen Kurzschluss entwickeln.
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Zusätzlich besteht das Risiko, dass sich ein Föhn durch einen technischen Defekt von selbst wieder einschaltet. Wenn du den ganzen Tag nicht zu Hause bist und das nicht bemerkst, kann das im schlimmsten Fall zu einem Wohnungsbrand führen. Deshalb gilt: Den Stecker nach jedem Gebrauch ziehen.
3. Bügeleisen: Hitze bleibt ein Risiko – auch bei neueren Modellen

Neuere Bügeleisen schalten sich automatisch ab, wenn sie nicht mehr benutzt werden. Ältere Modelle verfügen meist nicht über diesen Schutz und stellen eine erhebliche Brandgefahr dar, solange sie am Strom hängen.
- Bei älteren Bügeleisen gilt: Stecker immer ziehen, kein Ausnahme.
- Auch bei neueren Modellen ist es ratsam, das Gerät vom Netz zu nehmen – denn bei einer Funktionsstörung oder einem Kurzschluss bleibt die Gefahr bestehen, solange das Gerät angeschlossen ist.
Das gilt grundsätzlich für alle Geräte, die Hitze erzeugen: Kochgeräte und andere Haushaltsgeräte mit Heizelemenenten sollten nur unter Aufsicht betrieben und vor dem Verlassen der Wohnung vom Strom getrennt werden.
4. Fernseher und Stereoanlage: Überhitzung durch schlechte Belüftung

Die Beratungsstelle für Brandverhütung weist darauf hin, dass Elektrogeräte, die in Möbeln verbaut sind, im Standby zur Brandquelle werden können. Sind die Lüftungsschlitze eines Fernsehers oder einer Stereoanlage zugestellt, kann das Gerät überhitzen.
Besonders gefährlich wird das, wenn leicht brennbare Materialien wie Vorhänge oder Papierstapel in der Nähe liegen. Unterhaltungselektronik vom Netz zu nehmen, wenn du nicht zu Hause bist, verringert dieses Risiko und spart gleichzeitig Strom.
Zu beachten: Bei einigen Geräten spielt es eine Rolle, wie sie abgeschaltet werden. Bei manchen Fernsehern ist es nicht empfehlenswert, den Strom direkt über einen Schalter an der Steckdosenleiste zu unterbrechen.
5. Ladegeräte für Handy, Tablet und Laptop

Ladegeräte zählen zu den stillen Stromfressern: Sie verbrauchen auch dann Strom, wenn kein Gerät angeschlossen ist. Die einzelne Menge ist gering, aber in der Summe über viele Geräte und Stunden macht sie sich bemerkbar.
Darüber hinaus können minderwertige Ladekabel eine Brandgefahr darstellen. Aus Sicherheitsgründen ist es daher sinnvoll, Netzteile für Handy, Laptop und Tablet aus der Steckdose zu ziehen, wenn du das Haus verlässt und die Geräte die nächsten Stunden ohnehin nicht brauchst.
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