Feldsalat, Spinat, Radieschen und weitere Herbstgemüse lassen sich im September noch aussäen und liefern je nach Witterung eine frische Ernte im Herbst. Wer vorausplant, steckt jetzt Knoblauch oder Winterzwiebeln ins Beet – sie überwinden den Winter und sind im Frühsommer des nächsten Jahres erntereif.
10 Gemüse- und Kräutersorten für die Septemberaussaat
Die folgenden Sorten vertragen kühlere Temperaturen oder werden im Herbst für die Ernte im Folgejahr gesteckt:
- Feldsalat – Aussaat bis Oktober möglich, Ernte von Herbst bis ins zeitige Frühjahr
- Knoblauch – im Herbst gesteckt, Ernte im Frühsommer des nächsten Jahres
- Kresse – wächst schnell und eignet sich besonders gut für eine späte Aussaat
- Mangold – Aussaat bis Mitte September, Ernte bis in den Spätherbst; mit Schutz auch länger
- Radieschen – schnelle Kultur, unter günstigen Bedingungen schon nach vier Wochen erntereif
- Rucola – wächst rasch, Freilandaussaat noch bis Anfang September möglich
- Schnittsalat – je nach Sorte Aussaat bis Anfang September, Ernte ab Herbst
- Spinat – je nach Sorte noch im Herbst oder ab März des Folgejahres erntefertig
- Winterportulak – Aussaat bis Oktober, Ernte ab November bis ins Frühjahr
- Winterzwiebeln – im Herbst gesteckt, Ernte ab Mai des nächsten Jahres
Beim Saatgutkauf lohnt sich ein Blick auf die Tütenangaben: Nicht jede Sorte eignet sich für die Septemberaussaat. Angaben zu optimaler Anbauzeit, Keimdauer, Saattiefe und Pflanzabstand helfen bei der Auswahl.
Worauf du bei der Aussaat im September achten solltest
- Boden vor der Aussaat lockern und von Unkraut befreien.
- Aussaat idealerweise dann vornehmen, wenn für die nächsten Tage leichte Niederschläge erwartet werden. Bei trockenem Boden vorher gut wässern.
- Keimende und junge Pflanzen vorsichtig, aber regelmäßig gießen.
- Bei Nachtfrösten empfindliche Pflanzen mit einem Vlies oder ähnlichem Material schützen.
Freie Beete sinnvoll nutzen: Gründüngung im Herbst
Wer ein Beet in diesem Jahr nicht mehr für Gemüse nutzt, kann es mit Gründüngung bepflanzen. Pflanzen wie Gelbsenf, Phacelia oder Winterwicke schützen den Boden, fördern das Bodenleben und unterstützen den Humusaufbau. Leguminosen wie die Winterwicke binden zusätzlich Stickstoff aus der Luft. Abgestorbene Pflanzenteile lassen sich vor der neuen Aussaat im Frühjahr oberflächlich in den Boden einarbeiten, wodurch organische Substanz zugeführt wird.
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Rhabarber im September pflanzen
Der Frühherbst ist neben März/April eine gute Pflanzzeit für Rhabarber. Er braucht einen möglichst sonnigen Standort, humosen und nährstoffreichen Boden sowie ausreichend Platz. Als Starkzehrer nimmt er Kompost oder Hornmehl als Dünger gut an, ist ansonsten aber pflegeleicht und winterhart – Frostschutz ist nicht nötig.
Im Hausgarten wird Rhabarber üblicherweise als Jungpflanze oder durch Teilung eines bestehenden Wurzelstocks gepflanzt, nicht durch Aussaat. Junge Pflanzen sollten in den ersten Wochen auf Schneckenbefall beobachtet und bei Bedarf geschützt werden.
Häufige Fragen zur Septemberaussaat
Welches Gemüse kann man im September noch aussäen?
Feldsalat, Spinat, Radieschen, Rucola, Winterportulak und – je nach Sorte und Region – Mangold eignen sich gut.
Was kann man im September im Hochbeet pflanzen?
Die meisten Herbstgemüse wie Feldsalat oder Spinat gedeihen auch im Hochbeet. Wichtig sind eine gleichmäßige Wasserversorgung und bei Bedarf ein Frostschutz.
Kann ich im September noch Kräuter säen?
Ja, vor allem Kresse eignet sich noch für eine Aussaat im September.
Wie lange dauert es bis zur Ernte?
Radieschen sind unter günstigen Bedingungen nach rund vier Wochen erntereif. Bei Feldsalat und Spinat hängt die Erntezeit von Sorte und Witterung ab.
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