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Regionales Magnesium: 6 Lebensmittel, die mehr liefern als eine Banane

Regionales Magnesium: 6 Lebensmittel, die mehr liefern als eine Banane

Eine Banane enthält rund 35 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm – das ist weniger, als viele heimische Alternativen bieten. Wer regionaler einkaufen möchte, findet bei Hafer, Hülsenfrüchten, Kernen, Nüssen, Vollkornprodukten und saisonalem Blattgemüse deutlich magnesiumreichere Optionen. Bei einigen ist die Herkunft aus Deutschland gut belegt, bei anderen lohnt ein gezielter Blick auf die Herkunftsangabe.

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Wie viel Magnesium braucht der Körper täglich?

Magnesium ist ein Mineralstoff, der für Knochen, Muskeln und Weichteilgewebe wichtig ist und viele lebenswichtige Prozesse im Körper erfüllt. Die DGE nennt als Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr 350 Milligramm pro Tag für Männer ab 19 Jahren und 300 Milligramm pro Tag für Frauen ab 19 Jahren. Diese Werte sind Schätzwerte, weil sich der individuelle Bedarf nicht für jede Person exakt ableiten lässt.

Die folgenden sechs Lebensmittelgruppen übertreffen den Magnesiumgehalt der Banane – teilweise erheblich.

1. Haferflocken – heimisches Getreide mit 130 mg Magnesium

Haferflocken kommen auf rund 130 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm und sind damit fast viermal so reich wie eine Banane. Hafer ist eine heimische Getreideart, die in Deutschland angebaut wird – wer beim Kauf zusätzlich auf Herkunfts- oder Herstellerangaben achtet, bekommt eine der regional am besten belegten Optionen.

Im Alltag lassen sich Haferflocken unkompliziert als Porridge, Overnight Oats oder im Brot einsetzen und decken so bereits morgens einen nennenswerten Teil des Tagesbedarfs.

2. Hülsenfrüchte – bis zu 220 mg, wenn die Herkunft stimmt

Bei den 100-Gramm-Werten liegen mehrere Hülsenfruchtsorten weit über der Banane:

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  • Sojabohnen: 220 Milligramm
  • Kidneybohnen: 150 Milligramm
  • Weiße Bohnen: 140 Milligramm
  • Linsen: 130 Milligramm

Die DGE empfiehlt als Portion etwa 70 Gramm getrocknete oder 125 Gramm gegarte Hülsenfrüchte. Regionalität ist hier möglich, aber nicht automatisch gegeben: Laut Verbraucherzentrale landen nur rund 15 Prozent der in Deutschland angebauten Hülsenfrüchte tatsächlich auf dem Teller. Bei frischer Ware muss die Herkunft angegeben werden, bei getrockneter oder verarbeiteter Ware ist sie oft freiwillig. Das BZfE nennt Ackerbohnen, Trockenerbsen, Süßlupinen, Sojabohnen und Linsen als in Deutschland angebaute Sorten.

3. Kürbis- und Sonnenblumenkerne – hohe Dichte, kleine Portion

Kerne sind beim Magnesiumgehalt pro 100 Gramm kaum zu übertreffen. Kürbiskerne enthalten 534 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm; schon ein Esslöffel (etwa 15 Gramm) liefert damit über 80 Milligramm. Sonnenblumenkerne kommen auf 336 Milligramm pro 100 Gramm. Beide Kerne sind aus deutschem Anbau erhältlich.

Als Topping auf Porridge oder Salat reicht bereits eine kleine Menge, um den Tagesbedarf merklich zu ergänzen. Geröstet lassen sich beide auch als Snack verwenden.

4. Haselnüsse und Walnüsse als regionaler Snack

Haselnüsse enthalten 163 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm, Walnüsse rund 129 Milligramm. Die DGE-Portion liegt bei ungefähr 25 Gramm Nüssen oder Samen täglich – sinnvoll als Ergänzung im Müsli, im Gebäck oder als Snack.

Ob Nüsse tatsächlich regional sind, muss beim Kauf geprüft werden. Bei Walnüssen aus Deutschland ist das Angebot im Handel bislang begrenzt.

5. Vollkornprodukte – von Nudeln bis Brot

Die DGE nennt Vollkornprodukte ausdrücklich als gute Magnesiumquellen. Die Werte je nach Produkt:

  • Vollkornreis: rund 140 Milligramm pro 100 Gramm
  • Vollkornnudeln: etwa 125 Milligramm pro 100 Gramm
  • Vollkornbrot: ungefähr 60 Milligramm pro 100 Gramm

Zwei Scheiben Weizenvollkornbrot entsprechen etwa 100 Gramm und liefern damit rund 60 Milligramm Magnesium – fast doppelt so viel wie eine kleine Banane.

6. Mangold und Spinat – saisonal und regional

Mangold enthält rund 81 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm, Spinat etwa 58 Milligramm. Heimischer Mangold hat von Mai bis September Saison; außerhalb dieser Zeit kommt er meist aus dem Mittelmeerraum.

Zu beachten: Mangold und Spinat enthalten Oxalsäure, die die Bioverfügbarkeit von Magnesium senken kann. Kurzes Blanchieren und Wegschütten des Kochwassers reduziert den Oxalsäuregehalt.

Magnesium im Alltag kombinieren

Die DGE zeigt anhand eines pflanzlichen Beispiels, dass 336,1 Milligramm Magnesium pro Tag allein über Lebensmittel erreichbar sind – unter anderem mit 60 Gramm Haferflocken, 20 Gramm Kürbiskernen, 20 Gramm Sonnenblumenkernen und anderthalb Litern Mineralwasser. Ein einfacher Tagesrahmen:

  • Frühstück: Haferflocken als Porridge oder Overnight Oats
  • Mittag oder Abend: Vollkornnudeln, Vollkornbrot oder Hülsenfrüchte als Basis
  • Topping: Ein Esslöffel Kürbis- oder Sonnenblumenkerne
  • Saisonal: Mangold von Mai bis September gezielt regional kaufen

Wer zusätzlich Magnesium-Präparate in Betracht zieht: Das BfR empfiehlt eine Tageshöchstmenge von 250 Milligramm Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln. Laut DGE kann bereits ab 300 Milligramm täglich aus Supplementen Durchfall auftreten.

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