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Wiesenglockenblume im Garten: So hilfst du 33 Wildbienenarten auf einmal

Wiesenglockenblume im Garten: So hilfst du 33 Wildbienenarten auf einmal

Die Wiesenglockenblume zieht 33 heimische Wildbienenarten an und blüht von Mai bis in den Spätsommer – doch im Freiland wird sie immer seltener. Wer sie im Garten oder auf dem Balkon ansiedelt, unterstützt gleichzeitig den Fortbestand der Pflanze und der Insekten, die auf sie angewiesen sind.

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Warum Wildbienen die Wiesenglockenblume brauchen

In Deutschland leben rund 560 Wildbienenarten – Bienen, die nicht in Imkerhaltung leben, sondern in freier Natur. Mehr als die Hälfte davon ist laut BUND bestandsgefährdet, 31 Arten gelten als akut vom Aussterben bedroht. Da Wildbienen wichtige Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen sind, bedroht ihr Rückgang auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln.

Die Wiesenglockenblume ist für viele dieser Arten eine verlässliche Nahrungsquelle. Ihre glockenförmigen, blau bis violett gefärbten Blüten liefern Nektar und Pollen über mehrere Monate. Besonders stark abhängig von ihr ist die Glockenblumen-Scherenbiene, die sich bei der Nahrungssuche ausschließlich auf Glockenblumen spezialisiert hat. Daneben fliegen auch Mauerbienen, Maskenbienen und Seidenbienen die Blüten an. Über Wildbienen hinaus versorgt die Pflanze außerdem Raupen, Käfer und Schwebfliegen.

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Die Wiesenglockenblume steht selbst auf der Roten Liste

Früher war die Wiesenglockenblume auf Magerwiesen, an Wegrändern und in lichten Wäldern weit verbreitet. Heute gehen ihre Bestände zurück, weil immer mehr Wiesen- und Weideflächen intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Laut dem ökologischen Anbauverband Bioland tragen intensives Düngen, häufiges Mähen und Überweidung maßgeblich dazu bei, dass die Pflanze verschwindet. Inzwischen steht sie auf der Roten Liste bedrohter Tiere und Pflanzen.

Standort: Was die Wiesenglockenblume braucht

Als Wildpflanze ist die Wiesenglockenblume anspruchslos und lässt sich leicht selbst anpflanzen. Sie wächst am besten auf nährstoffarmem, durchlässigem Boden – Staunässe verträgt sie schlecht, ein frischer bis leicht feuchter Untergrund ist dagegen kein Problem. Beim Licht gilt: Je sonniger der Standort, desto üppiger fällt die Blüte aus. Halbschatten ist möglich, eine vollsonnige Stelle aber vorzuziehen.

Aussaat im Garten und im Topf

Die Wiesenglockenblume lässt sich einfach per Aussaat heranziehen, zwischen März und Juli, sowohl im Beet als auch im Kübel. Als Lichtkeimer dürfen die Samen nach der Aussaat nicht mit Erde bedeckt werden – leicht andrücken genügt, damit sie beim Gießen oder bei Regen nicht weggespült werden.

  • Samen auf offenem Boden oder auf einer Grasnarbe ausbringen, nicht auf dicht bewachsenen Flächen.
  • Abstand von 20 bis 30 Zentimetern zwischen den Samen einhalten.
  • Erde nach der Aussaat gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden.
  • Nach zwei bis drei Wochen keimen die jungen Pflanzen.

Im Topf können zunächst fünf bis zehn Samen pro Gefäß ausgesät werden. Sobald die Pflänzchen heranwachsen, sollten sie pikiert werden, damit jede Pflanze genug Platz zum Wachsen hat.

Pflege: wenig Aufwand, ein paar wichtige Punkte

Die Wiesenglockenblume ist zweijährig – sie blüht zwei Jahre lang und stirbt dann ab. Die Pflege ist unkompliziert, wenn man einige Punkte beachtet:

  • Gießen: Boden gleichmäßig feucht halten, nie ganz austrocknen lassen, aber Staunässe konsequent vermeiden.
  • Düngen: Im Frühjahr kann etwas Kompost gegeben werden. Zusätzlicher Dünger ist nicht nötig, da die Pflanze mit wenig Nährstoffen auskommt.
  • Schnitt: Nicht zu früh und nicht zu oft schneiden – ein verfrühter Rückschnitt beeinträchtigt Blüte und Aussamung. Erst im Herbst nach Ende der Blütezeit zurückschneiden.
  • Überwintern: Die Wiesenglockenblume ist winterhart und benötigt keinen Frostschutz.

Damit die Pflanze sich selbst vermehren kann, lohnt es sich, die Samenstände im Herbst stehen zu lassen, bevor der Rückschnitt erfolgt.

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