Hexenringe lassen sich mit drei konkreten Maßnahmen eindämmen: Myzel mechanisch entfernen, die betroffene Fläche gezielt wässern und den Rasen langfristig widerstandsfähiger machen. Chemische Fungizide helfen dabei nicht zuverlässig.
Was Hexenringe verursacht und warum sie dem Rasen schaden
Hexenringe sind konzentrische Kreise aus Pilzen, die im Rasen oder auf dem Boden wachsen und häufig von einem dunklen, abgestorbenen Streifen umgeben sind. Ihre Ursache liegt nicht an der Oberfläche, sondern tiefer: Im Boden breitet sich das sogenannte Myzel aus – ein wurzelartiges Pilzgeflecht, aus dem die sichtbaren Fruchtkörper wachsen.
Das Myzel entzieht dem Boden aktiv Wasser. Das Gras innerhalb des Rings trocknet dadurch aus, welkt und stirbt ab. Bei bestimmten Pilzarten können zusätzlich toxische Abbauprodukte das Absterben des Rasens beschleunigen. Wer den Ring nicht behandelt, riskiert, dass er sich kontinuierlich weiter ausdehnt.
Mehr zum Lesen

Myzel mechanisch zerstören und Trockenschäden beheben
Der wirksamste erste Schritt ist, das Myzel im Boden zu schwächen. Lockere dazu den Boden innerhalb und außerhalb des Hexenrings auf und vertikutiere den Rasen in diesem Bereich. Vertikutieren zerschneidet das Geflecht und bremst die weitere Ausbreitung der Pilze.
Direkt im Anschluss solltest du die betroffene Fläche mindestens 10 bis 14 Tage lang großzügig bewässern und dabei bewusst Staunässe erzeugen. Diese anhaltende Nässe gleicht die Trockenschäden aus, die das Pilzgeflecht im Boden verursacht hat.
Langfristig vorbeugen: Bewässerung, Düngung und Kalium
Ein gut versorgter Rasen ist weniger anfällig für Pilzwachstum. Achte dauerhaft auf gleichmäßige Bewässerung und regelmäßige Düngung, damit das Gras dicht und kräftig bleibt.
Besonders wichtig ist die Kaliumversorgung: Hexenringe treten besonders häufig bei Kaliummangel auf. Eine zusätzliche Gabe Kaliumdünger im Spätsommer kann helfen, einem erneuten Befall vorzubeugen. Verwende dabei organischen Dünger ohne schädliche Inhaltsstoffe.
Warum chemische Fungizide keine gute Lösung sind
Im Fachhandel gibt es Pilzbekämpfungsmittel speziell für Hexenringe. Sie sind dennoch nicht empfehlenswert, weil sie unterschiedslos wirken: Fungizide töten nicht nur die schädlichen Pilze, sondern auch die nützlichen im Rasen. Zudem bekämpfen sie nur die sichtbaren Symptome an der Oberfläche, nicht das eigentliche Myzel im Boden. Die Ursache des Problems bleibt damit unbehandelt.
Einzelne Pilze im Rasen sind übrigens normal und können sogar nützlich sein – problematisch wird es erst, wenn sich ein Hexenring bildet und das Myzel darunter den Boden systematisch austrocknet.
Ihre Meinung hilft uns










Das Gespräch geht weiter
Kommentare