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Taschengeld nach Alter: Diese Beträge empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut

Taschengeld nach Alter: Diese Beträge empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut

Wie viel Taschengeld Kinder in welchem Alter bekommen sollten, hat das Deutsche Jugendinstitut (DJI) in einer Studie untersucht. Die Empfehlungen staffeln sich nach Alter und wachsenden Bedürfnissen – und helfen Eltern, einen pädagogisch sinnvollen Betrag festzulegen.

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Die DJI-Empfehlungen nach Altersstufen im Überblick

Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt folgende Richtwerte:

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  • Unter 6 Jahren: 1 bis 2 Euro pro Woche, über die das Kind frei entscheiden darf.
  • Ab 6 Jahren: 2 Euro pro Woche; der Betrag steigt mit dem Alter. 9-Jährige sollen bis zu 4 Euro pro Woche erhalten.
  • Ab 10 Jahren: Monatliche Zahlung empfohlen, damit Kinder lernen, sich Geld einzuteilen. Der Betrag liegt zwischen 15 und 25 Euro im Monat und steigt mit zunehmendem Alter.
  • Ab 18 Jahren: 55 bis 75 Euro monatlich gelten laut DJI als angemessen.

Zusätzlich empfiehlt das DJI ab etwa zwölf Jahren ein separates Budgetgeld für feste Ausgaben – etwa 5 bis 15 Euro für Schulmaterial, 45 bis 65 Euro für Kleidung und 15 bis 25 Euro für Handy, Internet und Abos pro Monat.

Richtwerte anpassen, wenn die Familie es braucht

Die Taschengeldtabelle liefert Orientierungswerte, keine verbindlichen Vorgaben. Familien mit mehreren Kindern oder geringerem Einkommen sollten die Beträge ihren Möglichkeiten anpassen. Wichtig ist dabei, das Kind offen in die Entscheidung einzubeziehen und zu erklären, warum der Betrag niedriger ausfällt – so verstehen Kinder wirtschaftliche Zusammenhänge besser.

Das Taschengeld sollte sich außerdem am Umfeld des Kindes orientieren. Wenn Gleichaltrige ähnlich viel bekommen, können Kinder gleichberechtigt am sozialen Leben teilnehmen. Ein Austausch mit anderen Eltern kann helfen, einen üblichen Betrag im Freundeskreis zu kennen und einen Wettbewerb ums höchste Taschengeld zu vermeiden.

So wird Taschengeld zum Lernfeld für den Umgang mit Geld

Damit Kinder den Umgang mit Geld wirklich üben können, empfiehlt das DJI einige klare Grundregeln:

  • Regelmäßig und zuverlässig zahlen: Das Taschengeld sollte wie ein „kleines Gehalt“ pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt kommen. Nur so können Kinder lernen, damit zu planen.
  • Kein Belohnungs- oder Bestrafungsmittel: Das Taschengeld darf nicht an Verhalten geknüpft werden. Gutes Benehmen ist nicht käuflich, und Fehlverhalten sollte zweckgebunden und unabhängig vom Taschengeld besprochen werden.
  • Freie Verfügung ermöglichen: Kinder sollen selbst entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben – auch für Dinge, die Eltern weniger sinnvoll finden, etwa Süßigkeiten oder Online-Spiele. Dazu gehört auch die Erfahrung, das Geld auf einmal auszugeben.
  • Kein Vorschuss – außer als kleiner Kredit ab 12 Jahren: Grundsätzlich sollte es keinen Vorschuss geben. Die DJI-Studie hält jedoch ab 12 Jahren einen kleinen Kredit für sinnvoll, der höchstens das Doppelte des Monatstaschengeldes betragen und nach einem festen Plan zurückgezahlt werden sollte.

Ab zwölf Jahren können Kinder schrittweise auch das Budgetgeld für feste Ausgaben selbst verwalten, um Verantwortung für größere Posten zu übernehmen.

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