Wer schwarze Punkte oder dunkle Verfärbungen an den inneren Blättern seines Chinakohls entdeckt, muss in den meisten Fällen nicht zum Mülleimer greifen. Denn diese Flecken sind in der Regel kein Schimmel, sondern ein natürlicher, gesundheitlich unbedenklicher Vorgang.

Was die schwarzen Punkte wirklich sind
Die dunklen Stellen entstehen durch einen physiologischen Prozess namens Innenrippennekrose, auch Chinakohlnekrose genannt. Ursache ist kein Pilz und kein Schädlingsbefall, sondern Kalziummangel während der Wachstumsphase des Kohls. Bekommt die Pflanze ungleichmäßig viel Wasser oder wächst sie zu schnell, werden Nährstoffe ungleichmäßig transportiert – das führt zu den typischen schwarzen Flecken an den inneren Blättern.
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Ist der Kohl mit schwarzen Flecken noch essbar?

Ja, Chinakohl mit Nekrose ist vollständig essbar. Die betroffenen Stellen sind weder gesundheitsschädlich noch beeinflussen sie den Geschmack. Ob man sie mitisst oder wegschneidet, macht geschmacklich keinen Unterschied.
Zu unterscheiden ist die Blattnekrose von der braunen Nassfäule: Werden ganze Blattbereiche braun und matschig, handelt es sich um ein anderes Problem, das zum Wegwerfen dieser Teile rät. Bei den typischen kleinen schwarzen Punkten der Nekrose besteht kein solcher Grund.
Wer die Flecken nicht sehen möchte, kann sie herausschneiden – muss aber wissen, dass damit genusstaugliches Gemüse unnötig verschwendet wird. Nach dem Kochen oder Braten sind die dunklen Stellen ohnehin nicht mehr zu erkennen.
Chinakohl mit Nekrose zubereiten

Chinakohl mit schwarzen Flecken lässt sich genauso vielseitig verarbeiten wie makellos aussehender Kohl. Er eignet sich roh im Salat ebenso wie als Snack. Wer sichergehen will, dass dunkle Stellen optisch nicht auffallen, wählt Gerichte, bei denen der Kohl mitgekocht oder gebraten wird – etwa eine Glasnudelsuppe mit Chinakohl.
Der Geschmack wird durch die Nekrose in keinem Fall verändert, unabhängig davon, wie der Kohl zubereitet wird.
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