Wissenswertes

Welpen aus Osteuropa: Sachsens Behörde warnt vor Tollwut, Herzwürmern und illegalem Handel

Welpen aus Osteuropa: Sachsens Behörde warnt vor Tollwut, Herzwürmern und illegalem Handel

Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) warnt ausdrücklich vor dem Kauf von Hundewelpen aus Osteuropa. Untersuchungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass viele dieser Tiere Krankheitserreger tragen – darunter Salmonellen, Parvoviren, Parasiten und Bandwürmer. Auch Tollwut sei nicht auszuschließen.

Artikel teilen

XRedditLinkedIn

Tollwutfall in Rheinland-Pfalz mit Folgen für Sachsen

Ende 2025 wurde in Rheinland-Pfalz ein Hund positiv auf Tollwut getestet. Das Tier war über eine Tierschutzorganisation aus Russland nach Deutschland gebracht worden. Deutschland gilt offiziell als frei von der klassischen Tollwut.

Neueste Beiträge

Mehr zum Lesen

Neues aus der Redaktion
01Fahrrad im Herbst: Was rutschige Straßen, Dunkelheit und Laub wirklich gefährlich macht02Drei Portionen Pommes pro Woche – was das laut Studie mit dem Diabetesrisiko macht03Überhängende Früchte am Zaun – wem sie gehören und was beim Fallobst gilt

Zum selben Sammeltransport gehörten weitere Hunde, von denen drei in Sachsen vermittelt wurden. Das Gesundheitsministerium teilte auf dpa-Anfrage mit, dass alle drei Tiere amtstierärztlich untersucht und unter behördliche Beobachtung gestellt worden seien. Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Hunden einen ausreichenden Impfschutz, woraufhin die Maßnahmen wieder aufgehoben werden konnten.

Illegaler Welpenhandel trifft vor allem Grenzregionen in Sachsen

Kommerzielle Welpenzuchten in Osteuropa sind laut LUA seit Jahren ein wachsendes Problem. Die Tiere würden häufig unter hygienisch katastrophalen Bedingungen gehalten. Über die Grenzen zu Polen und Tschechien würden regelmäßig Hunde aus illegalen Transporten aufgegriffen – besonders in den Landkreisen Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Betroffen seien vor allem Welpen kleiner, derzeit nachgefragter Rassen wie Chihuahua, Spitz- und Zwergspitz-Mischlinge sowie Malteser. Wie viele Schmuggelhunde insgesamt bei Kontrollen aufgegriffen wurden, wird statistisch nicht erfasst, wie das Innenministerium mitteilte. Die LUA untersuchte in den Jahren 2020 bis 2025 insgesamt 23 geschmuggelte Tiere – ausschließlich anlassbezogen, etwa nach Todesfällen.

Hund aus Bulgarien stirbt an Herzwürmern

Einer dieser Fälle ereignete sich im April 2025. Ein Hund aus Bulgarien war an der Grenze wegen mangelhafter Papiere und fehlender Tollwutimpfung beschlagnahmt worden. Trotz Behandlung in einer Tierklinik starb das Tier unter blutigen Symptomen wie Erbrechen und Durchfall. Eine anschließende Sektion ergab als Todesursache einen massiven Herzwurmbefall.

Warum Experten vom Auslandskauf abraten

Die LUA-Experten betonen, dass vom Welpenkauf aus dem Ausland sowohl aus Tierschutzgründen als auch wegen der Infektionsgefahren für Mensch und Tier abzuraten sei. Hinzu kämen für Käufer häufig erhebliche Folgekosten durch notwendige tiermedizinische Behandlungen nach dem Kauf.

Artikel teilen

2 Min. Lesezeit

XRedditLinkedIn

Ihre Meinung hilft uns

War dieser Artikel lesenswert?

Das Gespräch geht weiter

Kommentare

Mitdiskutieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mitdiskutieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top