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Pfingstrosen richtig schneiden – welche Sorte jetzt dran ist und welche du besser in Ruhe lässt

Pfingstrosen richtig schneiden – welche Sorte jetzt dran ist und welche du besser in Ruhe lässt

Ob du deine Pfingstrosen schneiden solltest und wann, hängt vor allem davon ab, welche Sorte bei dir im Garten wächst. Stauden-Pfingstrosen, Strauch-Pfingstrosen und verblühte Exemplare brauchen jeweils eine andere Behandlung – ein falscher Schnitt kann der Pflanze schaden.

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Stauden-Pfingstrosen: Einmal im Jahr zurückschneiden reicht

Stauden-Pfingstrosen wachsen krautig und bilden besonders große Blüten. Nach der Blütezeit sterben ihre Triebe oberirdisch ab, die Pflanze zieht sich vollständig ins Erdreich zurück.

Den Rückschnitt erledigst du einmalig zwischen September und Oktober. Schneide die Triebe dabei auf etwa zehn Zentimeter über dem Boden zurück. So gibst du Pilzen keinen Lebensraum, der beim Neuaustrieb im Frühjahr zur Gefahr werden könnte.

Alternativ kannst du den Schnitt bis nach dem letzten Frost verschieben. Das verwelkte Laub schützt dann die empfindliche Pflanzenbasis mit ihren Knospen gegen Kälte und Wind.

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Strauch-Pfingstrosen: Nur in zwei Fällen zur Schere greifen

Strauch-Pfingstrosen bilden auch ohne Formschnitt eine schöne Silhouette und vertragen häufiges Zurückschneiden schlecht. Du greifst zur Gartenschere nur in diesen zwei Situationen:

  • Winterschäden beseitigen: Starker Schneefall kann Äste abbrechen lassen, Frost friert manchmal Knospen ab. Tote Knospen schneidest du im März kurz vor dem Austrieb ab. Abgebrochene Zweige entfernst du am besten, sobald du sie entdeckst.
  • Alte oder kranke Äste entfernen: Solche Äste blühen häufig nicht mehr richtig und kosten die Pflanze unnötig Kraft. Schneide sie im November oder Dezember ab.

Wichtig: Junge Triebe niemals abschneiden – an ihnen bilden sich im nächsten Frühjahr die neuen Blüten.

Verblühte Pfingstrosen abschneiden, bevor Pilze Einzug halten

Verwelkte Blüten und Blätter sind besonders anfällig für Pilzbefall und Schimmel. Entferne verblühte Pflanzenteile deshalb bereits kurz nach der Blütezeit im Juni oder Juli, um einen Befall zu verhindern.

Pfingstrosen für die Vase schneiden

Wer Pfingstrosen als Schnittblumen nutzen möchte, sollte Zeitpunkt und Vorgehensweise genau beachten, damit die Pflanze keinen Schaden nimmt und die Blüten in der Vase lange halten.

Den richtigen Moment treffen: Schneide die Stiele, sobald die Knospen deutlich Farbe zeigen und sich bei leichtem Druck weich anfühlen, aber noch nicht vollständig geöffnet sind. Zu früh geschnittene Knospen öffnen sich in der Vase oft gar nicht mehr, zu spät geerntete Blüten verlieren ihre Blütenblätter schon nach wenigen Tagen.

Junge Pflanzen schonen: Lass der Pfingstrose mindestens drei bis vier Jahre Zeit, bevor du Stiele für die Vase abschneidest. Danach gilt: Nicht mehr als ein Drittel der Triebe entnehmen und pro Stiel zwei bis drei Blätter an der Pflanze belassen, damit die Photosynthese erhalten bleibt und die Pflanze im Folgejahr wieder kräftig blüht.

Länger frisch in der Vase: Schneide die Stiele schräg mit einem scharfen, sauberen Messer, um die Wasseraufnahmefläche zu vergrößern. Stelle die Blüten in eine hohe, saubere Vase mit lauwarmem Wasser und wechsle das Wasser alle zwei Tage. Alle Blätter, die ins Wasser tauchen würden, entfernst du vorher – sie fördern sonst Bakterien und lassen die Blüten schneller welken.

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