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Welche Pflanzen Bienen wirklich helfen – und welche du besser meidest

Welche Pflanzen Bienen wirklich helfen – und welche du besser meidest

Bienenfreundliche Pflanzen zeichnen sich durch einen hohen Nektar- und Pollengehalt aus – und nicht jede hübsche Balkonblume erfüllt diesen Anspruch. Geranien und andere Sorten mit gefüllten Blüten bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen nicht genügend Nahrung. Die elf Pflanzen auf dieser Liste tun es.

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Laut NABU sind vor allem Wildbienenarten gefährdet. Neben dem Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide trägt auch der Verlust natürlicher Lebensräume durch Monokulturen und Neubausiedlungen zu ihrem Rückgang bei. Wer auf Balkon oder im Garten die richtigen Pflanzen wählt, kann zumindest einen kleinen Beitrag leisten. Die Angaben zu Nektar- und Pollengehalt stammen aus dem Lexikon „Bienenfreundliche Pflanzen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Frühblüher: Was schon im März und April blüht

Die Weide – besonders die Sal-Weide – beginnt bereits im März zu blühen und gehört damit zu den ersten Nahrungsquellen des Jahres. Sie erreicht beim Nektar- und Pollengehalt jeweils die volle Bewertung (4/4). Benötigt wird feuchter bis nasser, durchlässiger Boden in sonniger bis halbschattiger Lage; sie ist ausschließlich für den Garten geeignet. Wichtig: Das Schneiden ihrer Zweige ist von Anfang Februar bis Ende April verboten oder stark eingeschränkt, da die Sal-Weide unter Naturschutz steht.

Der Apfelbaum blüht von April bis Mai und liefert ebenfalls maximale Nektar- und Pollenwerte (4/4). Er braucht tiefgründigen, nährstoffreichen Boden an einem sonnigen Standort. Für den Garten gibt es klassische Formen; für kleinere Flächen oder Kübel eignen sich Säulenapfelsorten. Regelmäßiger Schnitt ist notwendig, damit der Baum gesund bleibt und reichlich blüht.

Sommerblüher für Garten und Balkon

Lavendel blüht von Juli bis September, bevorzugt lehmigen, kalkreichen und trockenen Boden sowie einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Nektar: 3/4, Pollen: 1/4. Er gedeiht in Balkonkästen, Töpfen und im Beet. Winterharte Sorten wie Echter Lavendel überstehen die kalte Jahreszeit, wenn der Topf an einen geschützten Ort gestellt oder der Wurzelballen mit Mulch oder Zweigen abgedeckt wird.

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Echter Salbei blüht von Juni bis Juli. Viele Wildbienenarten (sogenannte oligolektische Arten) spezialisieren sich auf bestimmte Pflanzen als Nahrungsquelle – Salbei gehört zu den bevorzugten Pflanzen dieser Bienen. Er bevorzugt trockenen, durchlässigen Boden und einen sonnigen Standort. Nektar: 3/4, Pollen: 1/4. Für Garten und Balkon geeignet.

Wilder Wein blüht von Juli bis September und bietet Nektar (3/4) sowie Pollen (3/4). Er eignet sich zum Begrünen von Pergolen, Spalieren, Zäunen und Wänden, braucht humusreichen, lockeren und nährstoffreichen Boden und kommt mit Sonne, Halbschatten und Schatten zurecht. Da er tiefgründige Böden bevorzugt, ist er eher für den Garten als für den Balkon geeignet.

Phacelia – auch als Bienenfreund, Büschelblume oder Bienenweide bekannt – gilt durch ihren überdurchschnittlich hohen Nektar- (4/4) und Pollengehalt (3/4) als absolute Nummer eins unter den bienenfreundlichen Pflanzen. Sie blüht von Juni bis September, ist anspruchslos und bevorzugt frische, lehmige Sandböden an sonnigen Standorten. Nachteil: Phacelia ist nur einjährig. Beim Verrotten gibt sie ihre Nährstoffe an den Boden ab und wirkt so als natürlicher Dünger. In der Landwirtschaft wird sie zur Gründüngung eingesetzt.

Klee blüht von Mai bis September und ist mit Nektar (4/4) und Pollen (3/4) eine ertragreiche Quelle. Er braucht nährstoff- und kalkreiche Lehmböden in sonniger bis halbschattiger Lage. Statt eines Rasens lässt sich im Garten eine Kleewiese anlegen, die Bienen und Hummeln zuverlässig anzieht.

Pflanzen, die gleichzeitig Früchte oder Schmuck bringen

Brombeere und Himbeere blühen von Mai bis August. Himbeerblüten erreichen beim Nektar die volle Punktzahl (4/4), Brombeeren kommen auf 3/4; beide liefern Pollen mit 3/4. Die Hecken bieten außerdem Sichtschutz und tragen wohlschmeckende Früchte. Sie lieben nährstoffreiche Böden an sonnigen Standorten und eignen sich für Garten und Terrasse. Auch die Schlehenhecke ist laut Quellartikel eine wichtige Futterquelle für Bienen.

Die Zwergmispel – erhältlich als Bodendecker oder Baumgewächs – blüht von Mai bis Oktober und erreicht beim Nektar 4/4, beim Pollen 3/4. Sie braucht nährstoffreichen, möglichst durchlässigen Boden in sonniger bis halbschattiger Lage und ist für den Garten geeignet. Im Herbst trägt sie leuchtende Früchte, die zusätzlich dekorativ wirken.

Mehrjährige Kräuter für Topf und Kasten

Mediterrane Kräuter sind besonders für Balkon und Terrasse geeignet. Ihr Nektar- und Pollengehalt und die langen Blühzeiten machen sie zu verlässlichen Bienenquellen:

  • Rosmarin blüht bereits im Frühling.
  • Oregano blüht den ganzen Sommer über.
  • Thymian blüht bis in den Oktober hinein.
  • Kapuzinerkresse liefert bis Ende September Nahrung.
  • Gewürztagetes (essbar) eignet sich ebenfalls für den Balkon.

Für die meisten mediterranen Kräuter gilt: Blütezeit März bis Oktober, Nektar 3/4 bis 4/4, Pollen 1/4, trockene lehmige Böden, sonnige Lage. Ein Nebeneffekt: Kräuter wie diese vertreiben gleichzeitig lästige Insekten wie Mücken.

Löwenzahn: Keine Pflanzung nötig – nur Toleranz

Der Löwenzahn blüht von Mai bis Oktober (Nektar: 3/4, Pollen: 4/4) und ist vor allem im zeitigen Frühjahr eine der wenigen verfügbaren Nahrungsquellen für Honig- und Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Wer ihn im Rasen zumindest stellenweise wachsen lässt, unterstützt die Insekten ohne jeden Aufwand. Da die gesamte Pflanze essbar ist, lässt sich Löwenzahn außerdem zu Salat oder eingelegten Kapern verarbeiten. Er bevorzugt tiefgründigen, durchlässigen und humosen Boden an sonniger Lage und kommt im Garten von selbst.

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