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Tatsoi, Schwarzer Rettich, Winterportulak – drei Salate und Blattgemüse, die du jetzt noch aussäen kannst

Tatsoi, Schwarzer Rettich, Winterportulak – drei Salate und Blattgemüse, die du jetzt noch aussäen kannst

Wer im Winter frische Salate und Blattgemüse aus dem eigenen Garten ernten möchte, sollte jetzt handeln: August und bis Mitte September ist die ideale Aussaatzeit für kältetolerante Arten, die auch bei warmem Wetter zuverlässig keimen. Drei weniger bekannte Pflanzen lohnen sich dabei besonders.

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Tatsoi – robuste Rosetten mit asiatischem Aroma

Tatsoi (Brassica rapa var. rosularis) ist ein Kreuzblütergewächs und mit Pak Choi verwandt. Die Pflanze bildet bis zu 20 cm hohe, gleichmäßige Rosetten aus dunkelgrünen, glänzenden, löffelförmigen Blättern, die Kälte und leichten Frost gut überstehen. In Europa haben sich die kompakten Varianten durchgesetzt.

Anbau: Bei ausreichender Wasserversorgung dauert es vier bis sechs Wochen bis zur Ernte. Tatsoi braucht konstant genug Wasser – ohne dieses verzögert sich die Entwicklung deutlich. Die Samen keimen nach etwa einer Woche, sodass Nachsaaten bis Mitte Oktober möglich sind und die Pflanzen gestaffelt im Winter erntereif werden. Säe in Reihen in gut vorgewässertem Boden, nicht tiefer als einen halben Zentimeter. Ein halbschattiger Standort reduziert den Wasserbedarf etwas – im Gegensatz zu Endivien und Feldsalat verträgt Tatsoi Halbschatten gut.

In der Küche: Die inneren Blätter schmecken mild mit leicht senfartiger Note, die äußeren erinnern an Spinat und können als nussig beschrieben werden. Tatsoi lässt sich dünsten und als Füllung für Teigtaschen verwenden, ähnlich wie Blattspinat in der Pfanne sautieren oder roh als Salat und im Smoothie verzehren.

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Schwarzer Rettich – Wintergemüse mit zweifachem Nutzen

Schwarzer Rettich (Raphanus sativus var. niger) kann von August bis Mitte September ausgesät werden. Im Mittelpunkt steht traditionell die runde, verdickte Rübenwurzel, die je nach Sorte intensiver schmeckt als weißer Rettich. Da er viel Vitamin C enthält und sich gut lagern lässt, gilt er als ideales Wintergemüse.

Blätter als Salatzutat: Solange die Wurzel wächst, lassen sich immer wieder einzelne äußere Blätter ernten und als würzige, scharf schmeckende Salatzutat verwenden. Die Blätter werden fast kniehoch und sind mit feinen Borsten besetzt, was den Genuss aber nicht mindert – die samtige Textur bereichert gemischte Blattsalate. Die ersten Blätter können bereits nach vier Wochen geerntet werden, und das setzt sich bis zum Frost fort.

Anbau: Gesät wird in Reihen mit 30 cm Abstand, da das Laub üppig wird. Alle Rettiche bevorzugen einen sonnigen Platz in durchlässigem Boden und vertragen keine Staunässe. Die größeren Samen können bis zu 2 cm tief in eine Rille gelegt werden. Bis zur Ernte der Rettichwurzel vergehen etwa drei Monate. Die Wurzel muss unbedingt vor dem ersten Frost geerntet werden. Wer mehr Samen kauft, kann diese auch als Sprossen ziehen.

Winterportulak – anspruchslos, frosthart und schnell erntereif

Winterportulak (Claytonia perfoliata), auch Postelein genannt, ist eine einjährige Pflanze, die ursprünglich aus Amerika stammt und von Alaska bis Zentralamerika vorkommt. Sie bildet hellgrüne Rosetten aus spatelförmigen bis rundlichen Blättchen auf langen Stielen und trägt winzige weiße Blüten. Bei der Ernte werden die Stiele knapp über dem Boden abgeschnitten, damit neue Blätter nachtreiben können.

Anbau: Die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt und keimen innerhalb weniger Tage – bei hohen Sommertemperaturen kann es etwas länger dauern. Bei milder Witterung ist eine Aussaat noch bis in den November möglich. Postelein gedeiht auch an schattigeren Plätzen und verträgt Frost gut, sodass im Winter frische Blättchen verfügbar bleiben. Je nach Witterung ist die Ernte bereits nach vier Wochen möglich.

In der Küche: Der Geschmack ist sehr frisch, die Blättchen äußerst zart. Als Salatzutat sollte das Dressing erst unmittelbar vor dem Servieren aufgebracht werden, da die Blättchen schnell zusammenfallen. Postelein ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, enthält jedoch auch Oxalsäure – etwa ein Drittel mehr als Spinat. Größere Mengen sollten daher vermieden werden, besonders bei Eisenmangel, da Oxalsäure die Eisenresorption im Darm erschwert.

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