Lageräpfel wie ‚Elstar‘, ‚Boskoop‘ oder ‚Braeburn‘ lassen sich bei richtigen Bedingungen bis zu fünf Monate frisch halten. Sommeräpfel wie ‚Klarapfel‘ oder ‚Gravensteiner‘ hingegen sind nach der Ernte nur wenige Wochen haltbar und eignen sich nicht zur Langzeitlagerung.
Vor dem Einlagern: Äpfel nicht waschen
Wasche die Äpfel erst unmittelbar vor dem Verzehr, nicht vor der Lagerung. Auf der Schale sitzt eine natürliche Wachsschicht, die als Schutzbarriere gegen Pilzsporen und Feuchtigkeitsverlust wirkt. Wasser und Reiben zerstören diesen Film, und Feuchtigkeit auf der Schale begünstigt Schimmelbildung.
Äpfel getrennt von anderen Früchten aufbewahren

Äpfel geben das Pflanzenhormon Ethylen ab, das andere Früchte schneller reifen oder faulen lässt. Lagere sie daher immer separat. Das gilt auch für das Gemüsefach im Kühlschrank: Liegt dort anderes Obst oder Gemüse, beschleunigt das Ethylen auch dessen Reifung.
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Der Kühlschrank eignet sich grundsätzlich zur Lagerung, sollte aber nicht zu kalt eingestellt sein, da Äpfel keinen Frost vertragen. Wer noch alte Plastiktüten zuhause hat, kann sie zur Aufbewahrung nutzen: Die Folie hält die Feuchtigkeit und schützt vor dem Austrocknen. Wichtig ist, dass sich nicht zu viel Schwitzwasser in der Tüte staut.
Welche Temperaturen passen zu welcher Sorte?
Das Max-Rubner-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, untersucht die Lagerfähigkeit verschiedener Apfelsorten. Es weist darauf hin, dass selbst unter den Lageräpfeln die optimalen Temperaturen variieren: Temperaturempfindliche Sorten wie ‚Braeburn‘ sollten bei etwa 3 °C gelagert werden, um Fruchtfleischbräune zu vermeiden. Die meisten anderen Lageräpfel kommen auch bei 1–2 °C gut zurecht.
Schritt für Schritt: So lagern Äpfel bis in den Frühling

Lageräpfel aus dem Garten können bei richtiger Vorbereitung bis zu fünf Monate frisch bleiben. Halte dich an diese Reihenfolge:
- Nur einwandfreie Früchte einlagern: Wähle ausschließlich Äpfel ohne Druckstellen, Fraßspuren oder Fäulnis. Am besten lagerst du sie mit Stiel.
- Kühlen, dunklen Ort wählen: Ideal sind konstant drei bis vier Grad Celsius – etwa in einem Kellerabteil, einer Garage, einem Schuppen oder einer kühlen Speisekammer.
- Auf Luftfeuchtigkeit achten: Stelle Schalen mit Wasser auf oder decke die Äpfel locker mit einer löchrigen Plastikfolie ab, damit die Früchte nicht verschrumpeln und überschüssiges Schwitzwasser entweichen kann.
- Für Luftzufuhr sorgen: Lagere Äpfel in Holzkisten mit Seiten- oder Bodenschlitzen, jeweils nur eine Schicht pro Kiste, sodass sich die Früchte nicht gegenseitig berühren.
- Vor Frost und Nagetieren schützen: Wer Äpfel in einem Gartenschuppen lagert, muss sicherstellen, dass sie bei Kälteeinbruch nicht einfrieren und für Tiere unzugänglich bleiben.
Was tun, wenn die Ernte zu groß für die Lagerung ist?
Wer mehr Äpfel erntet, als sich einlagern lassen, kann sie auf andere Weise haltbar machen, zum Beispiel durch Einkochen, Trocknen zu Apfelchips, als Chutney, Marmelade oder Apfelmus. So gehen auch größere Mengen nicht verloren.
Beim regelmäßigen Kontrollieren der eingelagerten Äpfel sollte jede angefaulte oder beschädigte Frucht sofort entfernt werden, damit sie keine gesunden Nachbarfrüchte befällt.
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