Nützliche Tipps

Fenster mit Glycerin putzen – warum zwei Tropfen länger wirken als jeder Glasreiniger

Fenster mit Glycerin putzen – warum zwei Tropfen länger wirken als jeder Glasreiniger

Pflanzliches Glycerin reicht in winzigen Mengen aus, um Fenster gründlich zu reinigen und gleichzeitig eine Schutzschicht zu hinterlassen, die Schmutz, Staub und Kondenswasser länger fernhält als herkömmliche Reiniger.

Artikel teilen

XRedditLinkedIn

Was Glycerin ist und warum es zum Fensterputzen taugt

Glycerin ist eine zähflüssige, farblose und geruchlose Substanz – ein Alkohol, der aus Pflanzen, tierischen Fetten oder Erdöl gewonnen werden kann. Als Feuchtigkeitsspender findet er sich in Kosmetika, Frostschutzmitteln und Lebensmitteln wie Kaugummi.

Für die Fensterreinigung ist vor allem eine Eigenschaft entscheidend: Glycerin hinterlässt nach dem Putzen eine Schutzschicht auf dem Glas, die verhindert, dass sich Dreck, Staub und Kondenswasser neu absetzen. Das ist besonders im Badezimmer nützlich, wo hohe Luftfeuchtigkeit die Scheiben schnell beschlagen lässt.

Neueste Beiträge

Mehr zum Lesen

Neues aus der Redaktion
01Apfeltarte selbst backen – mit diesem Rezept gelingt der Mürbeteig garantiert02Paprika täglich essen – welche Nährstoffe du aufnimmst und was dabei zu beachten ist03Weintrauben aus dem Garten verarbeiten: Marmelade, Gelee und Kompott selbst machen

Dazu kommt die Ergiebigkeit: Schon wenige Tropfen genügen für einen Liter Putzwasser. Das spart Geld, Ressourcen und den Verpackungsmüll, der bei Kunststoffflaschen mit Glasreiniger anfällt.

Beim Kauf auf pflanzliches Bio-Glycerin achten

Nicht jedes Glycerin ist automatisch umweltfreundlich. Aus Erdöl gewonnenes Glycerin verursacht hohe CO2-Emissionen, häufig verbunden mit Waldrodung und der Zerstörung von Naturräumen. Glycerin aus industrieller Massentierhaltung bringt ähnliche Probleme mit.

Die nachhaltigere Wahl ist pflanzliches Bio-Glycerin. Biologische Landwirtschaft baut Rohstoffe umweltschonender an und verzichtet auf chemisch-synthetische Pestizide. Ein Vorbehalt bleibt: Pflanzliches Bio-Glycerin wird mitunter aus importierten Pflanzen wie Palmöl hergestellt. Möglich ist die Produktion aber auch auf Basis heimischer Pflanzen, etwa Rapsöl. Im Zweifelsfall lohnt es sich, beim Hersteller direkt nachzufragen.

Schritt für Schritt: Fenster mit Glycerin reinigen

  1. Mische zwei bis drei Tropfen Glycerin mit einem Liter lauwarmem Wasser. Das Reinigungsmittel ist damit fertig.
  2. Fülle die Mischung in eine ausgespülte Sprayflasche, um sie direkt aufs Glas zu sprühen – oder tauche ein Putztuch hinein und wische damit über die Scheibe.
  3. Putze die Scheibe von oben nach unten, dann mit einem sauberen, trockenen Tuch nachwischen.

Als Putztuch eignet sich am besten eines aus Bio-Baumwolle. Mikrofasertücher solltest du möglichst meiden, da sie aus Kunststoff bestehen und beim Waschen Mikroplastik freisetzen können.

Wie lange hält die Wirkung und wofür sich Glycerin sonst eignet

Die schmutzabweisende Schutzschicht sorgt dafür, dass die Fenster nach der Glycerin-Reinigung deutlich länger sauber bleiben als nach einer herkömmlichen Behandlung. Das restliche Glycerin lässt sich im Haushalt anderweitig verwenden, etwa um Schnittblumen länger frisch zu halten.

Da Glycerin sehr ergiebig ist, reicht eine kleine Flasche für viele Anwendungen – sowohl an Fenstern als auch an anderen glatten Oberflächen wie Fliesen.

Artikel teilen

2 Min. Lesezeit

XRedditLinkedIn

Ihre Meinung hilft uns

War dieser Artikel lesenswert?

Das Gespräch geht weiter

Kommentare

Mitdiskutieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mitdiskutieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top