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Pommes aus frischen Kartoffeln selbst machen – vier Methoden im Vergleich

Pommes aus frischen Kartoffeln selbst machen – vier Methoden im Vergleich

Selbstgemachte Pommes aus frischen Kartoffeln schmecken besser als gekaufte, erzeugen weniger Verpackungsmüll und lassen sich mit deutlich weniger Fett und Salz zubereiten. Die Zubereitungsart entscheidet darüber, wie knusprig und wie fettreich das Ergebnis wird.

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Welche Kartoffelsorte passt zu welchem Ergebnis?

Bevor du loslegst, lohnt sich die Wahl der richtigen Kartoffelsorte. Vorwiegend festkochende Kartoffeln ergeben Pommes, die außen knusprig und innen cremig sind. Mehligkochende Kartoffeln liefern dagegen ein luftigeres Innenleben. Für die einzelnen Zubereitungsschritte spielt die Sorte keine Rolle – der Unterschied zeigt sich ausschließlich in der Konsistenz.

Am besten greifst du zu regionalen Kartoffeln in Bio-Qualität. So bleiben die Transportwege kurz und du vermeidest Gemüse, das im Anbau mit chemisch-synthetischen Pestiziden behandelt wurde.

Vier Zubereitungsmethoden und ihre Unterschiede

Je nach Gerät und gewünschtem Ergebnis stehen vier Varianten zur Wahl:

Fritteuse

  • Öl mit hohem Rauchpunkt und gesättigten Fettsäuren
  • Temperatur: 170 bis 180 Grad Celsius
  • Garzeit: ca. 7 Minuten (für blanchierte Kartoffeln)
  • Fettgehalt: hoch
  • Knusprigkeit: hoch

Backofen

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  • 1 bis 2 Esslöffel Öl nach Wahl
  • Temperatur: 175 Grad Celsius Umluft
  • Garzeit: ca. 30 Minuten
  • Fettgehalt: gering
  • Knusprigkeit: mittel

Topf

  • Öl mit hohem Rauchpunkt und gesättigten Fettsäuren
  • Temperatur: 170 bis 180 Grad Celsius (die Temperatur lässt sich ohne Fritteuse schwerer kontrollieren)
  • Garzeit: ca. 7 Minuten (für blanchierte Kartoffeln)
  • Fettgehalt: hoch
  • Knusprigkeit: hoch

Heißluftfritteuse

  • Öl mit hohem Rauchpunkt
  • Garzeit: ca. 20 Minuten
  • Fettgehalt: gering
  • Knusprigkeit: hoch

Backofen-Pommes: Rezept für 4 Personen

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten | Backzeit: ca. 30 Minuten

Zutaten

  • 1 kg rohe Kartoffeln
  • 4 EL neutrales Pflanzenöl mit hohem Rauchpunkt
  • 1 TL Salz

Zubereitung

  1. Kartoffeln waschen und nach Belieben schälen.
  2. In ein bis zwei Zentimeter breite Stifte schneiden.
  3. Die Stifte in einer Schüssel mit Pflanzenöl und Salz vermischen.
  4. Gleichmäßig auf einem Backblech verteilen und in den Backofen schieben.
  5. Bei 175 Grad Celsius Umluft 30 Minuten backen.
  6. Während des Backens die Pommes mehrmals wenden, damit sie von allen Seiten knusprig werden.

Heißluftfritteuse: die fettärmste und acrylamidarme Variante

Die Heißluftfritteuse ist die fettärmste und energiesparendste Methode. Gegenüber einer normalen Fritteuse entsteht dabei bis zu 90 Prozent weniger schädliches Acrylamid. Die Pommes brauchen rund 20 Minuten und werden trotz des geringen Öleinsatzes knusprig.

Für ein noch gesünderes Ergebnis kannst du die Kartoffeln vor dem Garen zehn Minuten vorkochen und anschließend mindestens 12 Stunden abkühlen lassen. Durch das Erhitzen und Abkühlen bildet sich resistente Stärke, die zu den Ballaststoffen zählt und den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt. Du kannst die Kartoffeln in der Heißluftfritteuse aber auch roh verarbeiten – der folgende Ablauf gilt für beide Varianten.

Zutaten für 800 g Pommes (3–4 Personen als Beilage)

  • 800 g Kartoffeln
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl mit hohem Rauchpunkt
  • 1 TL Salz

Zubereitung

  1. Kartoffeln waschen und nach Belieben schälen. Wer die Schale dranlässt, erzielt ein würzigeres Ergebnis und vermeidet Abfälle – in diesem Fall die Schale gründlich mit einer Gemüsebürste reinigen.
  2. In ein bis zwei Zentimeter breite Stifte schneiden.
  3. Optional: Kartoffelstifte 10 Minuten vorkochen, dann trocknen und mindestens 12 Stunden abkühlen lassen.
  4. Die Stifte in einer Schüssel mit Pflanzenöl und Salz vermischen.
  5. In die Heißluftfritteuse geben und bei 180 Grad Celsius ca. 20 Minuten garen, dabei die Pommes zwischendurch mehrmals mit einem Löffel durchmischen.
  6. Sofort nach dem Garen servieren.

Wer mehr Würze möchte, kann die Pommes zusätzlich mit Paprikapulver, Kräutersalz oder Rosmarin verfeinern. Ob sich die Anschaffung einer Heißluftfritteuse lohnt, hängt davon ab, wie häufig das Gerät genutzt wird – bei der Herstellung elektrischer Geräte werden wertvolle Ressourcen und Energie verbraucht.

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